Infos und Beratung

Kettenbach-rostfrei, vertreten durch Herrn Dipl.-Ing. Peter Kettenbach (IWE International Welding Engineer), berät sie professionell bei der Auswahl und Anwendung von rostfreiem Edelstahl in den Bereichen

  • Abwassertechnik
  • Wasseraufbereitung
  • Bauwerkstechnik

 

Schadenermittlung und Begutachtungen werden schnellst möglich ausgeführt. Weiterhin werden Konstruktionsvorschläge und Montagehinweise erarbeitet.

Die Verwendung von rostfreiem Edelstahl in den vorgenannten Bereichen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Bei der Verwendung von rostfreien Stählen sind im Vergleich mit Baustählen (Schwarzstahl) jedoch wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Verarbeitung und Anwendung zu beachten.

Edelstahl rostfrei

Der Begriff Edelstahl wird in Deutschland gleichbedeutend mit nichtrostenden Stählen angewandt. Dieses ist jedoch ohne den Zusatz 'rostfrei' nicht eindeutig, da es auch rostende Edelstähle gibt.
Man spricht deshalb von Edelstahl-rostfrei oder rostfreiem Edelstahl. Weitere Bezeichnungen für die zumeist eingesetzten rostfreien Stähle sind: (austenitischer) Chrom-Nickel-Stahl, V2A/V4A Stahl oder auch weißer Stahl. Im Gegensatz dazu wird allgemeiner Baustahl als schwarzer Stahl bezeichnet. 

Stähle mit einem Chromgehalt von mehr als 12-13 % können als nichtrostend bezeichnet werden. Bei diesem Anteil bildet sich an der Oberfläche unter oxidierenden Bedingungen eine Passivschicht, die die eigentliche Beständigkeit des Stahls ausmacht. Eine Verletzung der Passivschicht kann zu Korrosion führen.


Ausschlaggebend für die Wahl von rostfreiem Edelstahl ist die Korrosionsbeständigkeit der eingesetzten CrNi Stähle (Legierungen). Austenitische CrNi Stähle sind unmagnetisch. Sie sind unproblematisch zu verschweißen, da sich keine nennenswerte Wärmeeinflusszone (WEZ) ausbildet und es nicht zur Grobkornbildung kommt.

 

Beim Schweißen von CrNi Stählen und auch bei schwarzweiß Verbindungen ist die Auswahl des richtigen Schweißzusatzes wichtig. Nach dem Schweißen hat eine entsprechende Nachbearbeitung der Schweißnaht zu erfolgen.

 

Nichtrostende Stähle in Wasseraufbereitung und Abwassertechnik

In der Abwassertechnik und Wasseraufbereitung werden vorzugsweise austenitische Chrom-Nickel-Stähle aus den Gruppen V2A oder V4A verwendet,
z.B. für

  • Maschinen und Anlagen
  • Sonderkonstruktionen
  • Rohrleitungen

 

Nichtrostende Stähle in Bauwerkstechnik

Auch im Bauwesen wird immer häufiger rostfreier Edelstahl eingesetzt. Die häufigsten Einsatzfälle sind

  • Geländerkonstruktionen
  • Podest und Abstützungskonstruktionen
  • Fassaden und Bauwerksverkleidungen
  • Bänke und Bestuhlungen in Außenanlage
  • Sonderkonstruktionen

Neben den hervorragenden Verarbeitungsmöglichkeiten wie Schweißen und Kaltverformen sind auch hier die Korrosionsbeständigkeit, die einfache Pflege auf Grund der glatten Oberfläche und architektonische Gesichtspunkte Gründe für den häufigen Einsatz von rostfreiem Edelstahl.

Klimatische Bedingungen und Umwelteinflüsse sind ausschlaggebend für die Wahl der optimalen Legierung. Meistens sind die Qualitäten 1.4301 oder 1.4541 ausreichend.

Schweißfachbetrieb

Für die Verarbeitung von nichtrostenden Stählen im bauaufsichtlichen Bereich (z.B.: Räumerbrücken, Podeste, Geländer, etc.) gilt: Nur Betriebe, die eine gültige Herstellerqualifikation nach DIN 18800-7 Klasse D (früher großer Eignungsnachweis) haben, und deren Schweißer/Bediener nach DIN EN 287-1/DIN EN 1418 geprüft wurden, dürfen entsprechende Konstruktionen ausführen.

Darüber hinaus muß dem Betrieb ein Schweißfachingenieur angehören und eine ständige Schweißaufsicht vor Ort sein.

Konstruktion

Schon in der Planungsphase ist auf die physikalischen Eigenschaften beim Schweißen der CrNi Stähle zu achten. Der um ca. 40% höhere Wärmeausdehnungskoeffizient von CrNi Stahl im Vergleich zu Baustahl bedingt eine höhere Ausdehnung beim Erhitzen und beim Abkühlen eine größere Schrumpfung, welches zu Verzug führen kann.

Weiterhin ist die geringe Wärmeleitfähigkeit des Materials verantwortlich für eine große Stauchung. Spalten und Schlitze sind umlaufend zu verschweißen, notwendige Spalten jedoch sind ausreichend zu dimensionieren um Korrosion zu vermeiden.

Montage

Kettenbach-rostfrei übernimmt jede Art von vor Ort Montage. Die häufigten Beispiele sind:

Räumermontage

Die 2-teilige Räumerbrücke wird vor Ort verschweißt und mit dem Zubehör vormontiert auf das Becken gehoben.

Schiebermontage

In einem Regenüberlaufbecken werden gehäuselose Schieber montiert.

Rinnenmontge

Die Klarwasserabzugsrinne, bestehend aus mehreren polygonförmigen Abschnitten, wird auf der Baustelle verschweißt.

Montage von Rohrleitungen

Demontage von Kunststoffleitungen und Montage von Edelstahlrohrleitungen Mat. 1.4571 in einem Pumpenkeller auf der Deponie Lahe (Abfallwirtschaft Hannover).